DIY Booth – Tipps und Anleitung zum Bau einer Gesangskabine

Beim Bau unserer ersten Booth war die Herausforderung, die gering vorhandenen finanziellen Mitteln durch handwerkliches Geschick aufzuwiegen und so ein passables Ergebnis zu erzielen.

Vorerst schaut euch mal live eine Kabine an und checkt was ihr genauso und was ihr besser machen wollt. Wie sind die aufgestellt, was für Material wurde verwendet, taugt es oder knarzt die Booth schlimmstenfalls? Was wurde für den stabilen Boden verwendet, wie schalldicht sind sie gebaut, gibt es Innenausstattung…?

Recherche

Zunächst mal haben wir uns im Internet schlau gemacht. Was bedeutet Schall. Interessante Erkenntnisse – ich kann jedem diesen Exkurs für ein besseres Verständnis nahelegen. Danach wussten wir, der Raum im Raum darf keine parallelen Wände haben. Ein schiefes Haus also sollte es werden.

Entwurf

Dann haben wir das gemacht, was man eben macht, wenn man etwas Maßschneidert: gemessen. Höhe, Breite, Tiefe, Winkel, Nischen und Steckdosen. Wo kommt die Türe hin? Ein Fenster haben wir aus Kostengründen weggelassen. Diesen Raum haben wir in 3D virtuell nachgebaut und mal grob einen Klotz als Platzhalter für die Booth eingesetzt. Diesen Klotz haben wir mit Klebestreifen auf den Boden getapet um uns die realen Dimensionen besser vorstellen zu können. Nachdem der Grundriss optimiert war wurde im 3D die Hütte in die Höhe gezogen. Nicht parallel – wichtig – auch das Dach durfte nicht parallel zum Boden liegen. Für den Boden planten wir mit Euro Paletten, die wir mit Spanplatten verkleiden wollten. Die Wände und das Dach wurde aus einer Rahmenkostruktion wie man sie aus Fachwerkhäusern kennt aufgebaut. Alles mit Span- oder Gibskartonplatten verkleidet und die Hohlräume mit Styropor oder Glasfasermatten gedämmt.

Material

Durch die 3D Daten war es einfach eine Stückliste zu erstellen. Wie benötigten 6 Paletten, ca. 60 m Holzbalken, viele Winkel und Schrauben, ca. 70 qm Plattenmaterial, eine Türe, Dämmwolle (das gelbe Glasfaserzeug), Staubmasken, Handschuhe, 2 Maleranzüge, Akkuschrauber, Bohrmaschine, Stichsäge, Handkreissäge, Hammer, Winkel.

Ein oder drei Helfer sind super. Arbeitet in zweier Teams zusammenarbeiten, damit keiner allein rumsteht.

Zunächst haben wir die Schreiner in der Umgebung abtelefoniert und nach Abdeckplatten gefragt. Größere Schreinereien bekommen häufig stapelweise Spannplatten geliefert, welche oben und unten mit leicht beschädigten Platten zum Schutz abgedeckt sind. Diese werden in der Regel entsorgt, weil sie nicht verwertbar sind – für unsere Zwecke waren die 1A. Vor allem die nicht sichtbaren Außenwände wurden damit verkleidet. Für die Innenseiten wählten wir OSB Platten. Die sehen schick aus, sind günstig und schaltechnisch gut, weil sie nicht ganz glatt sind. Dann haben wir uns einen Transporter gemietet und haben die Schreiner von ihrem Müll erleichtert. Zum Dank gab es die Europaletten für den Boden auch gleich noch geschenkt. Alles andere konnten wie im Baumarkt kaufen.

Was zur Umsetzung vielleicht noch erwähnenswert ist: damit der Boden nicht knarzt, haben wir die Paletten sauber mit einer Wasserwaage ins Wasser gelegt und beim Verbinden der einzelnen Paletten diese jeweils mit Dichtungsgummis getrennt, damit kein Holz auf Holz reiben kann.

2 Kommentare

An Diskussionen teilnehmen.

14. März 2015 um 13:49

Great article, this helped me a lot!

John Iveantworten
14. März 2015 um 13:54
– Als Antwort auf: Art

Hey Art,
thank you for your kind words – I will keep the blog updated every week.

– Johny

Antworte an Art Antworten abbrechen